Haushaltsgroßgeräte Reparatur

Noch nicht dabei? Hier ist Ihre Chance:

Haushaltsgroßgeräte-Reparatur

Ideale Ergänzung z.B. für Waschmaschinen-Reparateure oder allgemein für Weiße-Ware-Techniker / Reparaturbetriebe für Haushaltsgroßgeräte und Elektriker

marktlage

Attraktiver Markt

Bei Einbaugeräten steht die Reparatur hoch im Kurs. Und sollte ein Gerät doch nicht mehr zu reparieren sein, stehen die Chancen gut für den Verkauf eines neuen Gerätes. Das macht diesen Markt auch so attraktiv. 

Uhr - 90 Minuten

Durchschnittliche Reparaturdauer: 90 Minuten

Die durchschnittliche Reparaturdauer liegt bei 90 Minuten. Eventuell werden mehrere Anfahrten benötigt, falls ein Ersatzteil bestellt werden muss und eine Reparatur nicht beim 1. Mal abgeschlossen werden kann.

60-90euro

Durchschnittlicher Lohnertrag:
ca. 60-90 Euro netto pro Reparatur

Nach Abzug der Fahrtkosten und Ersatzteile bleiben unterm Strich 60 – 90 Euro netto pro Reparatur hängen.

know-how

Was Sie brauchen: Werkzeuge * Ersatzteile * Know-how

Notwendiges Werkzeug:
Schraubendreher, Zangen, Digital-Multimeter, Nass-Trocken-Sauger, Metratester, Lötstation, Thermometer, evtl. Diagnosegeräte/Schnittstellen, Sackkarre, Vakuumpumpe mit Armatur für Kältemittel und natürlich ein Werkstattfahrzeug. Die Anschaffungskosten ohne Diagnosegeräte und Fahrzeug liegen bei etwa 1.800 Euro netto.

Ersatzteilbevorratung:
Die Ersatzteilverfügung bei Haushaltsgroßgeräten ist im Allgemeinen gut, bei einigen Herstellern kann es allerdings auch schwierig sein an Ersatzteile zu kommen. Damit viele Reparaturen schon beim 1. Besuch abgeschlossen werden können, lohnt sich eine gute Ersatzteilbevorratung. Dazu gehören elektrische und mechanische Kleinteile, Pumpen, elektrische Magnetventile, Heizungen, Thermostate, Elektroniken, Kompressoren. Die Kosten für die Erstausstattung liegen bei ca. 1.200 Euro netto.

Know-how:

Voraussetzung ist eine gewisse Erfahrung mit Haushaltsgroßgeräten und Grundkenntnisse in der Elektrotechnik und Elektronik. Wenn es um die Reparatur von Kühlgeräten geht,  sind auch Kenntnisse in der Klimatechnik und dem Umgang mit Kältemitteln wichtig.

Explos und Tipps gibt es auch im Internet, z.B. auf YouTube, viele Hersteller bieten einen guten Support und auch Vangerow bietet fundierte Schulungen und ein technisches Forum für die Reparatur von Haushaltsgroßgeräten an. Nach der Reparatur sollte auf jeden Fall eine VDE-Prüfung gemacht werden.

Bei der Reparatur von Kühlgeräten sind darüber hinaus einige Besonderheiten zu beachten!

Icon Schneeflocke

Besonderheiten bei der Kälte-/Klimatechnik

Zusätzlich sind hier Kenntnisse in der Klimatechnik, im Umgang mit Kältemitteln, Hart- und Weichlöten sowie evtl. Schweißen erforderlich. Eine Sachkundebescheinigung oder ein entsprechendes Zertifikat ist notwendig!

Außerdem gelten gesonderte gesetzliche Bestimmungen:

  1. §5 Chemikalien-Klimaschutz-Verordnung
  2. Lebensmittelhygiene (Temperaturen)
  3. EG-Verordnung Nr.: 842/2006 (fluorierte Treibhausgase)
  4. Lebensmittelgesetzbuch

Zusatzgeschäfte können sich durch Wartungen oder die Nachrüstung mit Öl- oder Glykolprotektoren ergeben:

  • Betreiber von Kühl-, Kälte- und Klimaanlagen mit einer Füllmenge ab 3kg sind zu einer mindestens einmal jährlich durchgeführten Dichtheitsprüfung inkl. Dokumentation in einem Anlagen-Logbuch verpflichtet.
  • Seit 14.11.2007 sind die Betreiber generell haftbar für Umweltschäden!
chancen_risiken

Chancen & Risiken

Wir sehen in der Reparatur von Haushaltsgroßgeräten einen äußerst lukrativen Markt, der auf ziemlich hohem Niveau sogar noch leicht wächst. Problematisch kann bei manchen Modellen immer mal wieder die Ersatzteilversorgung sein, im Großen und Ganzen ist die Situation aber gut.

Als Wettbewerber sind die Werkskundendienste nicht zu unterschätzen und in machen Gegenden auch weitere freie Werkstätten. Manche Hersteller, so z.B. Miele, beliefern nur autorisierte Werkstätten mit Diagnosegeräten und -Software. Es gibt in Deutschland heute Gebiete, in den Reparaturprofis für Weiße Ware regelrechte Mangelware sind.

Weitere Chancen ergeben sich auch durch den Verkauf von Geräten, Reinigungsmitteln oder Wartungen. Bei Trocknern z.B. die Entfernung von Flusen, bei Dunstabzugshauben die Entfernung von Fett.

mehr Kunden

Wie Sie an Kunden kommen

Kunden erreichen Sie über unser hervorragend bei Google gelistetes Reparaturportal www.meinmacher.de.

Ein Ladengeschäft in guter Geschäftslage (mit Ausstellung für Neugeräte) ist von Vorteil, aber nicht Voraussetzung.

Selbstverständlich kann die Reparatur von Haushaltsgroßgeräten auch durch Anzeigen oder Plakate beworben werden.

Michael_Perrotta

Lesen Sie hier ein Experteninterview mit Michael Perrotta
(Firma Technischer Service Perrotta in Sachsenheim)
zum Thema Weiße Ware/ Haushaltsgroßgeräte / Waschmaschinen:

 

Seit wann reparieren Sie schon Weiße Ware und wie hat sich das Auftragsvolumen entwickelt?

Hr. Perrotta: Weiße Ware reparieren wir seit 15 Jahren. Dabei hat sich das Reparatur -Aufkommen leider mehr als halbiert.

 

Wie kommen Sie an Ihre Aufträge?

Hr. Perrotta: Durch die Garantieaufträge der Hersteller und durch die Internetauftritte von MeinMacher. Zusätzlich schalte ich eigene Werbung.

 

Wie viele Geräte der Weißen Ware bekommen Sie im Monat zur Reparatur?

Hr. Perrotta: Im Durchschnitt 200 Geräte.

 

Wie viele davon können Sie erfolgreich reparieren?

Hr. Perrotta: Ca. 90% können wir erfolgreich abschließen.

 

Und die anderen 10%

Hr. Perrotta: Hier gibt es mehrere Gründe. Entweder sind die Geräte zu alt, sodass eine Reparatur aus wirtschaftlicher Sicht ineffizient ist. Oder aber die Ersatzteile sind zu teuer, bzw. nicht verfügbar. Nicht selten gibt es bei Media Markt oder einem ähnlichen Anbieter ein günstiges Angebot für ein Neugerät, so dass der Kunde von der Reparatur Abstand nimmt.

 

Was sind die häufigsten Defekte/Ursachen bei den Reparaturen?

Hr. Perrotta: Die häufigsten Defekte treten an den Pumpen, Elektroniken und Wassertaschen auf.

 

Gibt es Marken, die besonders häufig zur Reparatur kommen?

Hr. Perrotta: Ja, die gibt es. Dabei handelt es sich um Bauknecht, Miele, AEG, Bosch und Siemens.

 

Geräte welcher Hersteller lassen sich am besten reparieren und warum?

Hr. Perrotta: Geräte von Bauknecht. Die sind einfach aufgebaut und innen nicht so verbaut.

 

Und im Gegenzug: Welche sind problematischer in der Reparatur und warum?

Hr. Perrotta: Bei Samsung, Panasonic, Smeg und Hoover ist die Ersatzteilversorgung schlecht. Zudem sind die Geräte sehr verbaut. Bei Miele und AEG sind die Ersatzteile so teuer, dass sich die Kunden lieber ein Neugerät kaufen.

 

Wie kommen Sie an Ersatzteile?

Hr. Perrotta: Die beziehe ich zum Großteil über ASWO.

 

Haben Sie Pauschalpreise für die Reparaturen?

Hr. Perrotta: Nein, wir haben keine Fest- oder Pauschalpreise.

 

Wie groß ist der Fremdkostenanteil bei den Reparaturen (Ersatzteile)?

Hr. Perrotta: Der liegt bei ca. 30%.

 

Wie lange dauern die verschiedenen Reparaturen?

Hr. Perrotta: Der Zeitaufwand beträgt im Schnitt zwischen 30 und 60 Minuten.

 

Wie setzen sich die Reparaturkosten dann zusammen?

Hr. Perrotta: In den Rechnungsbeträgen sind die Kosten für Ersatzteile, die Arbeitszeit und die Anfahrt enthalten.

 

Wie schätzen Sie den Schwierigkeitsgrad der Reparaturen ein: Anspruchsvoll, mittel oder hoch?

Hr. Perrotta: Das ist unterschiedlich und abhängig, von welchem Hersteller das jeweilige Gerät ist und welcher Fehler vorhanden ist.

 

Wie haben Sie sich das notwendige Wissen für diese Reparaturen angeeignet?

Hr. Perrotta: Wir haben verschiedene Schulungen besucht. Und natürlich „learning by doing“.

 

Waren besondere Investitionen nötig, um Weiße Ware reparieren zu können?

Hr. Perrotta: Eine Investition in Höhe von 1000,-€ halte ich schon für erforderlich.

 

Sind diese Reparaturen gern gesehen, oder ein „lästiges Übel“? Warum?

Hr. Perrotta: Teils-Teils. Oftmals verstehen die Kunden nicht, warum sie die Überprüfung bezahlen sollen, obwohl keine Reparatur erfolgen kann, weil z. B. die Ersatzteile nicht verfügbar sind. Kunden mit hochpreisigen Geräten lassen diese auch öfters reparieren.

 

Rentieren sich die Reparaturen?

Hr. Perrotta: Zum Großteil ja. Außer es kommen noch Folgefehler, die vorab nicht sichtbar waren.

 

Wie wird sich der Reparaturmarkt in den nächsten 5 Jahren entwickeln?

Hr. Perrotta: Ich denke: Schrumpfend.

 

Wie hoch ist bei Ihnen der Umsatzanteil Handel zu Werkstatt?

Hr. Perrotta: Wir sind ein reiner Reparaturbetrieb und haben keinen Handel.

 

Zu wie viel Prozent ist Ihre Werkstatt durch diese Art der Reparaturen ausgelastet?

Hr. Perrotta: Ein Techniker ist zu 100% ausgelastet, ein zweiter zu 30%.

 

Was war die Motivation, an diesem Projekt teilzunehmen?

Hr. Perrotta: Der Rückgang von Garantie-Aufträgen im Bereich Weiße Ware. Aber auch, weil es immer weniger Werkstätten gibt, die generell Weiße-Ware-Reparaturen anbieten.

 

Konnten Sie durch dieses Projekt neue Kundenklientel gewinnen?

Hr. Perrotta: Ja.

 

Vielen Dank Herr Perrotta für das Gespräch. Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg.